Löwen

18.04.2013
Löwin Agnes wurde eingeschläfert. Ihr "Leben" bestand aus Betonböden, Isolierglasscheiben, Gitterstäben, Eintönigkeit und Isolation.

Wochenblatt 07.03.2013

Leserinnenbrief zu „Löwin Agnes“ vom 07.3.2013

Was kann getan werden, um die betagte Löwin Agnes aus dem Straubinger Zoo schmerzfrei und einigermaßen in Würde sterben zu lassen? Derzeit liegt sie – ein Bild des Jammers – total abgemagert und mit hervorstehenden Beckenknochen und Rippen auf dem nackten Betonboden ihres Bunkerabteils herum. Ganz offenkundig hat sie bei jeder Bewegung starke Schmerzen.

Die Behauptung von Tiergartenleiter Wolfgang Peter, sie werde ausreichend tierärztlich versorgt, erscheint mehr als fragwürdig: Der Besuch eines nur nebenberuflich im Zoo tätigen Amtstierarztes einmal pro Woche reicht nicht hin.

Es ist zu fordern, dass Agnes umgehend

situationsangemessene – d.h. tägliche - tierärztliche Betreuung erfährt (in Konsultation mit beigezogenen Fachtierärzten, die etwas von Großkatzen verstehen)
bodendeckende Einstreu mit Rindenmulch o.ä. erhält (so dass sie nicht auf nacktem Beton liegen muß)
gedämpftes Licht erhält (gegenwärtig liegt sie in einem grell ausgeleuchteten Schaukäfig) der Störung/Belästigung durch Zoobesucher enthoben wird (die ständig an die Scheibe klopfen und/oder Handyfotos mit Blitzlicht machen
.

Das Großkatzenhaus, in dem Agnes untergebracht ist, steht ansonsten leer: es könnte zum Schutz der Löwin vorübergehend geschlossen werden.
Im Übrigen stellt sich die Grundsatzfrage, was Wildtiere aus Regionen südlich der Sahara ausgerechnet in Straubing verloren haben, wo die Jahresdurchschnittstemperatur bei unter 10 Grad C liegt.

Claudia Goldner
(Dipl.Päd.univ./Tierschutzlehrerin)

Löwe Simba gestorben

11.02.2013
Der indische Löwe „Simba“ wurde am 26. Juni 1992 im Tiergarten Augsburg geboren. Im Alter von sechs Jahren kam er in den Tiergarten Straubing und lebte seitdem zusammen mit der Löwin „Agnes“ im Löwengehege des Tiergartens.

Löwin Agnes ist extrem abgemagert.

27.02.2013
Mit ihren hervorstehenden Rippen und Beckenknochen bietet sie ein derart jammervolles Bild, dass man sich der Tränen kaum erwehren kann. Teile der Glasvitrine sind zwar mit Rindenmulch ausgelegt, darauf zu liegen dürfte aber für Agnes eher unangehm sein und sie scheint es auch zu vermeiden. Tiergartendirektor Peter hat dafür kein Verständnis und besteht darauf die Löwin trotz dieses elendigen Zustandes weiter zur Schau zu stellen. Derzeit ist sie ohnehin das einzige Tier im Raubtierhaus und es könnte ohne weiteres für Besucher geschlossen werden. Das Geschäft mit den Tieren muß aber weitergehen. Agnes ist nicht das erste und wird auch nicht das letzte Tier sein, dass im Tiergarten Straubing elendig zu Grunde geht.

Löwin Agnes im Tiergarten Straubing

Löwe Simba und Löwin Agnes haben niemals die Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben und ihren Lebensraum kennengelernt. Ihr Leben verbrachten sie in einer Glasvitrine im Tiergarten Straubing. Ein Verbrechen an den Tieren! Warum? Weil wirtschaftliche Interessen weit vor die Rechte der Tiere gestellt wurden.